Für charakteristische Mattbilder haben sich Namen wie "Narrenmatt", "Schäfermatt", "Seekadettenmatt", "Epaulettenmatt", "Ersticktes Matt" und so weiter eingebürgert. Weniger bekannt ist "Das Matt der Anastasia", welches auf einen Roman von Wilhelm Heinse aus dem Jahre 1803 zurückgeht, in dem eine junge, schöne Griechin namens Anastasia sich im Schach, dem "Spiel der Fantasie", vervollkommnet.

Nun ein Zeitsprung von 200 Jahren ins Jahr 2003: zur Jugendweltmeisterschaft U 14 auf der griechischen Halbinsel Chalkidiki, als der heutige norwegische Weltmeister Magnus Carlsen und sein Freund und jetziger Sekundant Ludvig Hammer aufeinandertrafen und diese Stellung erreichten.

Die Geschichte geht noch weiter. Bei einem Turnier in Reykjavík in diesem Frühjahr nahmen Hammer und auch Carlsens Vater Henrik teil; Magnus besuchte sie einige Tage. Dabei kam es in einem Pub zu einem Schachquiz für Zweierteams, Magnus Carlsen bildete mit Hammer ein Team, welches umgehend den Spitznamen MC / Hammer bekam, eine Anspielung auf den Künstlernamen eines amerikanischen Rappers und Predigers. Beim Quiz wurde alles Mögliche kreuz und quer aus der Welt des Schachs gefragt; Magnus mit seinem Elefantengedächtnis wusste fast alles, nur das "Matt der Anastasia" konnte er nicht benennen, im Gegensatz zu Hammer. Sehr wohl erinnerten sich beide aber noch an ihre damalige Partie.

Wie setzte Carlsen als Schwarzer am Zug Hammer mit dem "Matt der Anastasia" matt?

Lösung aus Nr. 31:

Wie hätte Weiß nach der Annahme des Turmopfers durch 1...Kxf7 gewonnen?

Mit 2.Le6+! Txe6 (2...Kf6 3.Df3 matt) 3.dxe6+ Kxe6 (bei 3...Ke8 oder 3...Kg8 gewinnt jeweils 4.Dxd6) 4.Dg4+ Kf7 (4...Kd5 5.Dc4 matt) 5.Dc4+ Ke8 6.De6 mat