Es sah nach einem Routineauftritt aus, als der Börsensender CNBC Mitte Juli zwei Wall-Street-Größen vor die Kamera bat. Auf der einen Seite: Carl Icahn, Multimilliardär und Hedgefonds-Veteran, 50 Jahre im Geschäft. Auf der anderen: Larry Fink, ebenfalls schwerreich und Chef von BlackRock, dem weltgrößten Vermögensverwalter. Doch anstatt unter Gleichen nett zu plaudern, lieferten sich Icahn und Fink einen knallharten Schlagabtausch, über den die Banker und Investoren an der Wall Street noch heute staunend sprechen.

BlackRock, sagte Icahn, sei eine Bedrohung für die globalen Finanzmärkte. Es komme ihm vor, als schiebe dessen Chef Fink einen Bus voller ahnungsloser Anleger über eine Klippe, bis sie an einem "black rock", einem schwarzen Felsen, zerschellten. Dann erklärte Icahn dem nach Luft schnappenden BlackRock-Boss: "Ihr Unternehmen ist extrem gefährlich!"