Wenn Designer Gegenstände entwerfen, müssen sie Vorgaben beachten. Die Experten für diese sogenannten Normen sitzen beim Deutschen Institut für Normung (DIN) in Berlin. Mit Fachleuten entwickeln sie neue Vorschriften und überprüfen alte.

Ein großes Trampolin muss zum Beispiel ein Sicherheitsnetz haben, damit beim Springen niemand herunterfällt. Bei Fußballtoren muss geprüft werden, dass sie nicht umfallen können, wenn Ihr Tore schießt. Und die Tafeln in der Schule müssen so an der Wand angebracht sein, dass Ihr Euch beim Hoch- und Runterschieben nicht die Finger quetschen könnt.

Die wahrscheinlich berühmteste Norm ist die DIN-A4-Norm. Sie ist ein Maß für Schreibpapier und fast 100 Jahre alt. Dass es sie gibt, ist sehr praktisch. Drucker haben zum Beispiel alle ein Papierfach für dieses Format, Locher einen Mechanismus, mit dem man DIN-A4-Blätter genau in der Mitte lochen kann, und Briefumschläge sind so groß, dass ein solches Papier gefaltet genau hineinpasst. Und weil auch viele Schulhefte im DIN-A4-Format sind, achten die Hersteller von Schulranzen darauf, dass die Ranzen groß genug dafür sind.

Doch wie wird geprüft, ob die Regeln des Instituts eingehalten werden? Da lassen sich die Experten was einfallen: Für Haushaltsgeräte wie Toaster gibt es zum Beispiel künstliche Finger. Mit denen wird getestet, ob sich ein Erwachsener oder ein Kind an dem Gerät verletzen kann.