VW-Bus-Fahrer zahlen für ihre Autos so viel wie für manche Luxuslimousine, aber steuern ihn dann durch die Gegend, als säßen sie in der letzten Schrottmühle. Die Lässigkeit gehört zum VW-Bus-Fahrer so wie die Surferklamotten. Das weiß ich genau, denn ich fahre einen VW-Bus, einen silbergrauen T5. Er hat Schwierigkeiten, die Berge hochzukommen, aber das macht nichts. Mein Mann und ich wohnen in Hamburg, der Bus ist dafür da, uns ans Meer zu bringen. Wir schauen am Freitag, wo Wind ist – nicht, wo es noch Hotelzimmer gibt. Dann fahren wir los. Wir bleiben, wo die Aussicht schön ist, klappen die Bänke um zu einem Bett am Strand und wachen auf mit dem Blick aufs Meer. Zwängen uns in die Neoprenanzüge, pumpen die Kitedrachen auf und gehen surfen, und wenn der Wind nachlässt, fahren wir ihm hinterher in die nächste Bucht und am Sonntagabend müde und windzerzaust zurück.

Ende der Woche müssen wir in die Werkstatt, den Dieselfilter wechseln lassen. Das ist ein Skandal, denn es dauert ein paar Tage. Am Samstag soll der Wind gut werden.