Man darf nicht alles planen im Leben, sondern muss es auf sich zukommen lassen. Zu viel Planung verkrampft nur. Das habe ich bei Herrn Kleine in drei Jahren Agrarbiologie gelernt – und nehme es mit. Allein schon, wie er selbst Lehrer wurde: Aus einem Zufall heraus kam er ins Lehramt und hat wohl genau den richtigen Beruf erwischt. Es war eine tolle Zeit! Ich gehe jetzt für sechs bis acht Monate nach Chile, und dann möchte ich Biologie und Spanisch auf Lehramt studieren.
Marc Ginter, 19, und Herr Dr. Kleine

Ich mache viel Sport, früher wollte ich dabei unbedingt gewinnen und konnte auch ungemütlich werden, wenn ich merkte, dass jemand im Team nicht so mitzog. Nach drei Jahren Sport bei Herrn Busch habe ich diese Mentalität abgelegt. Er hat mir gezeigt, dass es nicht nur ums Gewinnen geht – weder im Sport, noch im Leben. Für mich ist das eine Lehre, die ich aus meiner Schulzeit mitnehme. Denn auch wenn man mal verliert, war man wenigstens dabei. Und: Das nächste Match kommt bestimmt. Ich gehe jetzt im Sommer ein paar Monate nach Brasilien und Chile, meine Oma besuchen. Was ich danach mache, sehe ich dann.
Johanna Weppelmann, 19, und Herr Busch

Kurz vor dem Abitur hat uns Frau Kellermeier in Spanisch aus Momo von Michael Ende vorgelesen, den Abschnitt über den Straßenkehrer. Kern der Geschichte ist, dass man zum Erreichen großer Ziele immer nur in Etappen denken soll, das war für mich eine große Hilfe. Zum einen für das Abitur: also von einer Prüfung zur nächsten zu denken; zum andern für das Leben selbst: Ich muss mir jetzt noch nicht darüber klar sein, welchen Job ich mal mache. Zu wissen, dass ich meine Zukunft in kleinen Etappen angehen kann, das werde ich Frau Kellermeier nicht so schnell vergessen. Im September gehe ich erst mal für ein halbes Jahr nach Madrid, danach nach Neuseeland. 
Hannah-Lea Reichert, 18, und Frau Kellermeier

Herr Gerstner hat mir in drei Jahren Pädagogik- und Psychologieunterricht gezeigt, dass man immer einen Weg finden kann, sich selbst treu zu bleiben: Ich muss mich nicht äußeren Situationen unterwerfen und dabei meine Ideale verkaufen – für mich eine Lektion fürs Leben. In Freiburg will ich jetzt Deutsch und "Alltagskultur und Gesundheit" auf Lehramt studieren, darauf freue ich mich schon. Und von Herrn Gerstners Unterricht kann ich mir sicher ein paar Dinge abschauen.
Leonie Speck, 19, und Herr Gerstner

Wenn man will, dass etwas richtig gemacht wird, muss man es selbst machen. Das habe ich im Englischunterricht bei Frau Haungs gelernt. Wurden literarische Texte durchgenommen, las sie die selbst vor. Klingt pädagogisch nicht wertvoll, aber für uns Schüler war es perfekt, wir kamen ja trotzdem zu Wort. Dass wir ihr zugehört haben, ist der Grund, warum wir jetzt gut Englisch sprechen. Ab Herbst werde ich Liberal Arts and Sciences studieren – der ganze Studiengang ist auf Englisch.
Arne Ernst, 21, und Frau Haungs