An diesem Wochenende treffen sich die internationalen Schachsammler in Trier, der ältesten, 17 vor Christus von den Römern gegründeten, Stadt Deutschlands. Damit ist Trier sogar älter als das Schachspiel selbst und insofern ein trefflicher Ort, um nicht nur alte und schöne Schachfiguren zu betrachten, sondern sich auch in Vorträgen wie Mittelalterliche Schachfiguren aus Bergkristall und Schach als Kriegsspiel (in seinen indischen Ursprüngen), aber auch – näher am Heute – über Vierschach in Friedland auszutauschen.

Aber natürlich wird auch des in Trier geborenen Schachspielers Karl Marx gedacht werden, allerdings unter dem eigenartigen Titel Der Murx mit Marx. Was auch immer sich darunter verbergen mag. War vielleicht seine Philosophie ein Murks, oder sein Schachspiel?! Weil er meistens gegen "Lenchen", die Haushälterin, verlor und sein Weggefährte Wilhelm Liebknecht über ihn schrieb: "Schach spielte Marx sehr gern – hier war es aber mit seiner Kunst nicht weit her. Durch Eifer, Ungestüm des Angriffs und Überrumpelung suchte er die mangelnde Geschicklichkeit zu ersetzen [...] Wenn er in Schwulitäten kam, wurde er ärgerlich, und wenn er eine Partie verlor, war er wütend."

Äußerst fraglich ist es, ob die vor 20 Jahren schon einmal hier gebrachte Kombination auf ihn oder nicht doch einen Namensvetter zurückgeht. Wie auch immer, sie ist wunderschön. Wie setzte Marx als Schwarzer am Zug in drei Zügen matt?

Lösung aus Nr. 44:

Welche Finesse gewann augenblicklich für Schwarz?

Nach 1...e2! gab Weiß wegen 2.Dxh5 exf1D+ bzw. 2.Te1 Df3+ bzw. 2.Tg1 Txg1+ 3.Kxg1 e1D+ auf – immer gibt der kleine Bauer den Ausschlag