ZEIT: Wie gelingt es Ihnen, danach wieder in Ihren Alltag zurückzufinden?

Kroos: Man stellt sich den Alltag in einem Hospiz oder Kinderkrankenhaus vielleicht schlimmer vor, als er ist. Dort herrscht eine sehr familiäre Atmosphäre, alles ist bunt und fröhlich, die Mitarbeiter sind unglaublich engagiert und mit einer großen Freude dabei, um den Kindern das, was noch irgendwie geht, zu ermöglichen. Die Rückkehr in den Alltag fällt, so absurd das klingen mag, nicht so schwer. Im Gegenteil: Man nimmt viel bewusster wahr, wie gut es einem geht.

ZEIT: Zum Abschluss kommen jetzt noch zehn wahllose Behauptungen, manche als Zitate getarnt, auf die Sie bitte nur mit "Stimmt" oder "Stimmt nicht" antworten. Nummer eins: Im Laufe ihrer Karriere spielen echte Weltklassespieler mit der Zeit immer defensiver (Pep Guardiola).

Kroos: Stimmt.

ZEIT: Ich kann verstehen, dass einige Menschen die Gehälter und Transfersummen im Fußball für verrückt halten.

Kroos: Stimmt.

ZEIT: Geld schießt keine Tore (Otto Rehhagel).

Kroos: Stimmt. Manchmal ...

ZEIT: Leistungsdaten werden überbewertet.

Kroos: Stimmt.

ZEIT: Pep Guardiola bleibt Trainer beim FC Bayern.

Kroos: (zögert) Nächste Frage.

ZEIT: Ich kann mir vorstellen, irgendwann zum FC Bayern zurückzukehren.

Kroos: Stimmt nicht.

ZEIT: Karl-Heinz Rummenigge hatte bei mir immer ein gutes Händchen in Vertragsverhandlungen.

Kroos: Stimmt nicht.

ZEIT: Fußball ist letztlich gerecht.

Kroos: Stimmt nicht.

ZEIT: Jürgen Klinsmann hat einen großen Anteil an der Entwicklung, die uns schließlich zum WM-Titel führte (Joachim Löw).

Kroos: Stimmt nicht.

ZEIT: Toni Kroos sagt in Interviews immer die Wahrheit.

Kroos: Stimmt.