Jahrzehntelang kamen Automatikgetriebe mit wenig Gängen aus. Drei oder vier reichten meist. 2003 bot VW als Erster eine neue Variante des automatischen Gangwechsels serienmäßig an: das Direktschaltgetriebe (DSG) mit sechs Gängen. Es schaltet wie eine herkömmliche Vollautomatik ruckfrei, ohne Zugkraftverlust und arbeitet dank geringerer innerer Widerstände sparsamer als klassische Automatikgetriebe. In der Praxis unterbieten DSG beim Verbrauch sogar herkömmliche Schaltgetriebe. Das DSG besteht im Prinzip aus zwei Getrieben mit je einer Kupplung und funktioniert so: Zwei Gänge sind gleichzeitig eingelegt, in jedem "Teilgetriebe" einer. Beim Gasgeben ist der nächsthöhere Gang vorgewählt, beim Gaswegnehmen der niedrigere. Eine Kupplung ist geschlossen, die andere offen, der nächste Gang läuft leer mit. Das kehrt sich beim elektronisch gesteuerten Schaltbefehl um. Dann schließt sich blitzartig die offene Kupplung, die geschlossene wird geöffnet, und der nächste Gang kommt in "Warteposition". Heute gibt es bis zu zehn Schaltstufen serienreif.