Etwa alle drei Wochen treffen sich im indonesischen Restaurant Garuda in München zwei ältere Herren, um nach dem Mittagessen der alten Lust zu frönen und Blitzschach (mit nur fünf Minuten Zeit pro Partie) zu spielen. Jahrzehnte traten der Internationale Großmeister Hans-Joachim Hecht und ich gemeinsam in der deutschen Mannschaft an; jeder mag und mochte Hajo mit seiner fröhlichen Wesensart und seinem herzhaften Lachen. Nun hat er quasi die Summa seines Lebens, das stets eng mit dem Schachspiel verflochten war, in seiner herrlichen, weithin gelobten Autobiografie Rochaden – Schacherinnerungen (Edition Marco) gezogen. Mit sehr persönlichen Schilderungen gelingt es ihm, die Schachwelt insgesamt in all diesen Jahren wieder lebendig werden zu lassen. Der Buchtitel geht auf die "Rochaden" seines Lebens und hier vor allem auf die seiner Kindheit und Jugend zurück. Hajo lebte mit Eltern und Geschwistern im Zonenrandgebiet auf dem Boden der DDR, ging aber auf eine Schule in West-Berlin und spielte dort als Jugendlicher auch Schach. Gefährliche Rochaden und Situationen waren die unvermeidliche Folge, letztlich kam er aber schier wundersam damit durch. Im Blitzschach hat Hajo schon andere Kaliber als mich "misshandelt", beispielsweise 1965 in Berlin den damaligen sowjetischen Weltmeister Tigran Petrosjan.

Wie brachte er als Schwarzer dessen König, der gerade einen "vergifteten" Bauern auf a7 verspeist hatte, schnell zu Tode?

Lösung aus Nr. 50:

Mit welchem Paukenschlag konnte Schwarz wegen der Paralyse im weißen Lager sofort gewinnen?

Nach dem Turmopfer 1...Ta1! ist es aus. Sowohl 2.Txa1 Dg2 matt als auch 2.Dxa1 Dxf2+ 3.Kh1 Lf3+ 3.Tg2 Dxg2 matt verlieren sofort