"Shea war schon immer besonders", sagt Gotthard Westhoff. Sheas Name ist gälisch, eine Abkürzung von sheperd, "Hirte". Der Vater hat den Namen zum ersten Mal gehört, als er in den USA Theologie studierte und ihn die Begeisterung der Amerikaner für den Gottesdienst ansteckte. Gotthard Westhoff ist ein großer, charismatischer Mann mit klaren Gesichtszügen. Er lächelt, als er von dem Tag erzählt, an dem er den fünfjährigen Shea zum Fußballtraining brachte. Der Trainer ließ alle zum Elfmeter antreten. Nur wer traf, durfte mitspielen. Shea war der Jüngste. Der Vater überlegte schon, wie er den Jungen trösten könnte. Aber als Shea an der Reihe war, rief jemand den Namen des Torwarts. Der drehte sich weg, und der Ball kullerte ins Tor.