Alfred Dorfer © Peter Rigaud

Die neue, beste Steuerreform aller Zeiten tritt nun endlich in Kraft. Im Schnitt satte 70 Euro monatlich bleiben mehr in der Geldbörse. Obwohl zahlreiche Möglichkeiten noch nicht ausgeschöpft sind. Wenn man etwa das Rauchen aufgibt, erspart man sich zusätzlich rund 140 Euro. Das macht bereits 210 Euro. Auch die Familienbeihilfe wurde um etwa zwei Prozent sanft erhöht. Doch hier muss radikaler gedacht werden. Der einträglichste Ansatz wäre es, auf eine Familie gänzlich zu verzichten. Da ein Kind bis zur Volljährigkeit 200.000 Euro kostet, ergibt das eine monatliche Ersparnis von 925 Euro. Bei zwei Nicht-Kindern kommt man bereits auf 1.850 Euro. Dies würde den Staat enorm entlasten, da es ohne Kinder folgerichtig auch einmal keine Pensionisten mehr geben wird. Potential für Einsparungen gibt es auch im Gesundheitswesen. Man müsste den Begriff der Krankheit enger fassen und gewisse Leiden nicht mehr behandeln. Das wiederum spart Ärzte, von Medikamentenkosten ganz zu schweigen. Überhaupt scheint es der Königsweg zu sein, gar nichts mehr auszugeben. Und hier kommt eine geniale Idee der Steuerreform zum Tragen. Das sogenannte Zeitkonto: mehr Freizeit statt mehr Geld. Das wird die Wirtschaft vielleicht weniger freuen, denn bei geringem Budget sinkt das Investitionsvolumen beträchtlich. Zudem setzen sich Menschen mit mehr Zeit auch möglichen Gefahren aus. Etwa jener Versuchung, über sinnvolle und nicht sinnvolle Ausgaben nachzudenken. So könnte sich das Zeitkonto rasch zu einem Freiheitskonto wandeln. Der einzige Ausweg scheint, den Menschen noch mehr Geld zur Verfügung zu stellen. Denn eine denkende Bevölkerung ist gefährlicher als jedes Budgetloch.