Dass politische Initiativen manchmal erst nach vielen Jahren Früchte tragen, wird oft vergessen, zumal man sich zuletzt weniger an Kampagnen aus dem Jahr 2005 erinnert fühlen mochte als an das Märchen vom dicken, fetten Pfannkuchen, was mit Julia Klöckner zu tun hatte, aber nicht daran lag, dass sie sich mit der rhetorisch plumpen Pirouette, sie fände Merkels Flüchtlingspolitik zwar gut, hätte auch keinen Plan B, aber schon einen "Plan A2" zur Reduktion der Flüchtlingszahlen, in das brutzelnde Fett der Politik warf, sondern daran, dass diese Aussage selbst den x-ten Versuch eines Politikers darstellte, sich jenen dicken, fetten Pfannkuchen politischen Kapitals einzuverleiben, der in Form der Flüchtlingsfrage aus der Küche der Regierung geflohen ist und nun offenbar herrenlos durch ein Land geistert, in dem wohl jeder Zweite nicht bloß Pläne A, B, AfD oder B2 zur Regierungspolitik parat hat, sondern oft gar eine Lösung, wie man den Zustrom der Flüchtlinge zack! einfach zudrehen könnte, was in seiner großen Kreativität, und darauf wollten wir ja hinaus, nicht nur an Märchen, sondern auch an die langfristige Effektivität politischer Initiativen erinnert, denn siehe, es war das Jahr 2005, als sich Deutschland, in der ihm eigenen Manier, fahrlässig selbst krönte, und zwar zum "Land der Ideen"