Er war ein brillanter Schüler an der besten Schule der Stadt. In seiner freien Zeit kannte der Kaufmannssohn kein größeres Vergnügen, als Fremdsprachen zu lernen. Danach studierte er Geografie, Linguistik, Archäologie und Handelsgeschichte. Auf einer Reise in den östlichen Teil des Mittelmeers sammelte er das Material für seine Habilitation, doch die Aussichten auf eine akademische Karriere zerschlugen sich.

Wie eine Erlösung muss ihm das Angebot vorgekommen sein, als Wissenschaftler eine Expedition in eine nur vage bekannte Weltgegend zu begleiten. Ihr Leiter, ein Missionar, blieb ihm fremd, auch ihr Zweck, neue Handelswege zu erschließen. Also nutzte er die Reise für riskante Alleingänge zu geheimnisvollen Orten, er entdeckte Felsbilder und lernte noch mehr Sprachen, weil er mit den Menschen, denen er begegnete, reden wollte. Bei einem Volk hieß er "der Nutzlose", weil er immerzu Fragen stellte und Notizbücher vollkritzelte. Als türkischer Abgesandter getarnt, betrat er eine von Legenden umwobene Wüstenstadt, gewann den Schutz des geistlichen Oberhaupts, vertiefte sich in die Schätze der Bibliotheken und führte vorurteilsfrei Religionsgespräche. Nach mehr als fünf Jahren kehrte der Totgeglaubte zurück.

Diese Reise hätte ihn zum Helden seiner Zeit machen können, doch sein monumentaler, umständlicher und detailversessener Bericht schreckte die Leser ab. Sein Mentor, ein Universalgelehrter, urteilte jedoch wohlwollend, er habe "der Wissenschaft einen Erdteil aufgeschlossen". Wer war’s?

Lösung aus Nr. 4:

Dieter Pfaff (1947 bis 2013) war ein schwergewichtiger Schauspieler. Er spielte u. a. als Pater in "Bruder Esel", als Anwalt in "Der Dicke" und als Kriminalpsychologe Bloch in der gleichnamigen Serie. Alle Figuren hatte er zuvor selber mit entwickelt. Er starb an Krebs