Mitte Februar wird die ZEIT 70 Jahre alt. Da lädt man sich gerne entsprechende Jubiläumsgäste zur Geburtstagsparty am 20. Februar ins Haus. Beispielsweise den 25 Jahre jungen, geistig wie körperlich kraftstrotzenden norwegischen Schachweltmeister Magnus Carlsen, damit dieser bei der "Langen Nacht der ZEIT" an 70 Brettern – Symbolik muss sein – simultan spiele. Eine Herkulesaufgabe! Unermüdlich wird Magnus stundenlang das Rund ein ums andere Mal abschreiten und fast immer jeweils in Sekundenschnelle auf den Zug seiner Gegner antworten. Diesen sei geraten, von Schwindelversuchen abzusehen, er wird alle Stellungen und Spielverläufe in seinem Gehirn gespeichert haben. Zur Warnung sei an den ehemaligen amerikanischen Weltmeister Bobby Fischer erinnert, der bei einem Simultan in Madrid die Dame eines Gegners gewann, diese aber bei der nächsten Runde wieder auf dem Brett vorfand. Fischer sagte kein Wort – als er nach einigen weiteren Zügen die Dame nochmals gewann, steckte er sie vorsichtshalber in seine Jackentasche. Zumindest Letzteres scheint bei Carlsen, dem jahrelangen Model einer bekannten Jeansmarke – etwas Zubrot ist nie verkehrt – allerdings nicht zu drohen.

Sehr wohl indes ein jähes Erwachen wie bei der Schnellschach-WM in Berlin (raten Sie mal, wer siegte!), als Carlsen als Schwarzer am Zug gegen den Weißrussen Sergej Schigalko schnell gewann. Wie kam’s?

Lösung aus Nr. 6:

Wie konnte Weiß am Zug trotz der schwarzen Springergabel ein dreizügiges Matt erzwingen?

Mit dem Doppelschachgebot 1.Sd6++! , was einen Königszug erzwingt. Nach 1...Kd8 folgte das Turmopfer 2.Te8+! Txe8 3.Sf7 matt