15. Februar 1946:Gerd Bucerius, Richard Tüngel, Ewald Schmidt di Simoni und Lovis H. Lorenz erhalten von der britischen Militärregierung die Lizenz, die ZEIT zu gründen.

21. Februar 1946: In der britischen Besatzungszone erscheint die erste Ausgabe – acht Seiten in einer Auflage von 25.000 Exemplaren.

März 1946:Marion Gräfin Dönhoff kommt zur ZEIT.

8. August 1946: Chefredakteur Ernst Samhaber muss die ZEIT verlassen. Ein Entnazifizierungsausschuss hat ihn als "belastet" eingestuft und verhängt ein Berufsverbot.

November 1950: Die ZEIT gerät in eine finanzielle Krise. Gerd Bucerius gelingt es mit mehreren Krediten, die Zeitung zu retten.

Oktober 1951: Gerd Bucerius erwirbt die Mehrheit an der Illustrierten "stern", über deren Gewinne die ZEIT viele Jahre lang mitfinanziert wird.

1955: Die verkaufte Auflage ist von 60.000 Exemplaren auf 44.000 gesunken. Mitte des Jahres wird Chefredakteur Richard Tüngel zunächst beurlaubt – bis er schließlich ganz ausscheidet.

1957: Der Tiroler Künstler Paul Flora beginnt, für die ZEIT politische Karikaturen zu zeichnen.

10. April 1957: Ein Schiedsgericht entscheidet im Rechtsstreit der ehemaligen Lizenzträger zugunsten von Gerd Bucerius, der von nun an Alleininhaber der ZEIT ist. Josef Müller-Marein wird neuer Chefredakteur, Marion Gräfin Dönhoff seine Stellvertreterin. In den folgenden elf Jahren steigt die Auflage von knapp 50.000 auf 250.000 Exemplare.

1958: Marion Gräfin Dönhoff holt den späteren Chefredakteur Theo Sommer als Jungredakteur zur ZEIT.

1960:Marcel Reich-Ranicki wird Literaturkritiker der ZEIT. 1973 kehrt er der Zeitung nach Konflikten den Rücken.

Anfang der sechziger Jahre: Der "stern" zieht aus dem Haus am Speersort 1 aus, das sich ZEIT, "stern" und "Spiegel" bis dahin geteilt haben. 1969 verlässt auch der "Spiegel" das Pressehaus.

Bis 1966: Die ZEIT führt das Ressort Modernes Leben ein, dazu die Seiten "Welt im Wandel" – das spätere Ressort Wissen –, einen Reiseteil, eine Sportseite, eine Humorseite sowie das Politische Buch. Neu in der ZEIT sind außerdem die "Logelei" von Zweistein und Tratschkes "Wer war’s?".

Januar 1968: Marion Gräfin Dönhoff wird Chefredakteurin.

2. Oktober 1970: Der ZEIT liegt die erste Ausgabe des ZEITmagazins bei. Unter Jochen Steinmayr ist es fast 20 Jahre lang die Cashcow des Verlags. Sehr beliebt ist von Anfang an das Kreuzworträtsel "Um die Ecke gedacht".

Dezember 1971: Gerd Bucerius gründet die ZEIT-Stiftung, der er die Rechte am Titel DIE ZEIT überträgt. Berufung und Entlassung der Chefredakteure bedürfen fortan der Zustimmung des Kuratoriums.

1972: Paul Flora, der seit 1957 für die ZEIT Karikaturen gezeichnet hat, hört auf. Nachfolger ist Luis Murschetz.

Januar 1973: Theo Sommer, seit 1968 der Stellvertreter Marion Gräfin Dönhoffs, wird Chefredakteur, Dönhoff Herausgeberin.

1975: Erstmals in ihrer Geschichte macht die ZEIT Gewinn. In den folgenden 20 Jahren schüttet der Verlag insgesamt 30 Millionen Mark Gewinnbeteiligung an seine Mitarbeiter aus.