Es könnte alles so schön sein. Björn Höcke lebt in Bornhagen, einem Eichsfelder Dörfchen, in dem der Mensch fromm und die Natur grün ist. Höckes Haus liegt an der "Deutschen Wurststraße". Oberhalb: die Ritterburg Hanstein, tausendjährige deutsche Geschichte aus Stein. Unterhalb: das Hausschlachtemuseum, dreihundertjährige deutsche Geschichte aus Fleisch. Ja, es könnte schön sein, wären da nicht all die Flüchtlinge. Sechzig Syrer, Iraker, Albaner, Kosovaren leben im Asylheim in Bornhagens Ortskern. Vom Fenster aus guckt Höcke den Fremden in den Hof. Und die nehmen ihrerseits Höckes Haus in den Blick.
AfD: Der Mann an der Grenze
Björn Höcke ist in der AfD zum Machtfaktor geworden. Aber ist er nur Populist – oder schon ein Fall für die Justiz?