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Liebe Angela Merkel,

es fällt mir nicht leicht, Ihnen meine Geschichte zu erzählen, jeder dieser Sätze hier kostet mich Überwindung. Es geht mir nicht gut, ich habe Panikattacken, und gegen meinen nervösen Magen haben Ärzte mir Tabletten verschrieben. Trotzdem möchte ich Ihnen berichten, wie es mir in den letzten Monaten ergangen ist. Auch wenn meine Verzweiflung dadurch noch größer wird. Weil ich an alles erinnert werde.

Daran, dass meine Frau und meine vier Söhne in meiner Heimatstadt Aleppo festsitzen. Daran, dass dort Bomben fallen und es mit jedem Tag schlimmer wird. Und daran, dass ich zurückmuss in den Krieg, um meine Familie wiederzusehen.