Früher war er überall der große Bruder, heute ist er eher eine Vaterfigur, und das nicht nur für Landsleute, die viel Gutes von ihm erwarten. Aus Erfahrung weiß er, dass man für einen langen Weg auch langen Atem braucht, dann sagt er Sätze wie: "Man muss Charakterstärke besitzen und den Willen haben, Hindernisse zu überwinden." Oder: "Wichtig ist, dass man nie aufgibt." Dafür ist er das beste Beispiel. Schon früh wusste der Sohn einer Lehrerin und eines Militärs um sein Talent, hat es geschult und aufgebaut, mit 17 Jahren begann der Triumphzug. Nebenher promovierte er, wurde Geschäftsmann und Millionär.

Dass es aber in der Gegend, in der er aufwuchs, viel Leid und Not gibt, hat er nie vergessen. Deshalb wird er nicht müde zu betonen, dass jeder Mensch das Recht auf ein Leben in Frieden und Würde habe. Diese Einstellung basiert vielleicht auf einem Familientrauma: Die Mutter seines Vaters hatte sich jahrelang in einer Truhe vor den Faschisten verstecken müssen und nur mit Glück überlebt. Sein Engagement nützt freilich nicht nur anderen, sondern auch ihm selbst: Leute seines Schlages müssen sich rechtzeitig nach einer neuen Aufgabe umsehen, wollen sie nicht eines Tages glanzlos von der Bühne abtreten. Er hat die Veränderung so gut gemeistert wie vieles andere. Würde sie noch leben, wäre die Großmutter vermutlich erstaunt, dass ihm das Land der einstigen Feinde zum Zuhause geworden ist. Wenn er nicht gerade anderswo aktiv ist, lebt er dort mit seiner Frau und den Kindern in einer Hafenstadt. Wer ist’s?

Lösung aus Nr. 9:

Die Römerin Elsa Schiaparelli (1890 bis 1973) kam über London und New York 1922 nach Paris. 1928 eröffnete die Modeschöpferin ihre erste Boutique und wurde zur Konkurrentin von Coco Chanel. 1952 schloss sie ihr Atelier. "Ihre" Farbe ist ein leuchtendes Pink