"Bist du ein Junge oder ein Mädchen?" Der knuffige Plastikroboter Pepper, einer der Publikumslieblinge der zurückliegenden Cebit, antwortet darauf: "In Japan halten mich die Leute für einen Jungen, anderswo für ein Mädchen." Siri im iPhone hingegen erwidert auf die Frage nur knapp: "Meiner Meinung nach ist das vollkommen unwichtig." Wirklich treffend ist jedenfalls keine unserer Kategorien. Auch das Neutrum als roboterkonformen Kompromiss heranzuziehen verbietet sich. Gehört dieses Genus doch in weiten Teilen Deutschlands den Damen (ohne Geringschätzung und mit schön breitem Dialekt: "dat Marianne", "et Marlene", "’s Maria"). Er, sie oder es – je mehr humanoide Maschinen und digitale Persönlichkeiten unseren Alltag bevölkern, desto häufiger werden wir nach einer passenden Bezeichnung suchen. Ganz klar: Ein eigenes Roboterpronomen muss her! Schon damit wir formvollendet über sie lästern können.