Die Ersparnisse einem Deppen anvertrauen? Ausgerechnet Warren Buffett hätte damit kein Problem. Der legendäre US-Investor rät Anlegern, nur in Unternehmen zu investieren, die so gut aufgestellt und aussichtsreich sind, dass selbst der "idiotische Neffe" sie leiten könnte. "Ein außerordentliches Unternehmen braucht kein gutes Management", erklärte der Chef der Investmentfirma Berkshire Hathaway in einem Gespräch, das die US-amerikanische Kommission zur Aufarbeitung der Finanzkrise mit ihm 2010 geführt hat, dessen Protokoll aber erst jetzt veröffentlicht wurde.

Umgekehrt würde Buffett sein Geld nicht in ein Unternehmen investieren, nur weil dessen Chef eine brillante Reputation hat – ganz gleich, ob er Mark Zuckerberg oder Tim Cook heißt. Und er würde auch keine Aktien von einem Unternehmen kaufen, wenn er den Eindruck hätte, es brauche ihn. Aber welches Unternehmen würde schon auf den Rat und das Geld des großen Warren Buffett verzichten?