Die populäre Sendung Terra X im ZDF stellte vor Kurzem "Geistesgiganten" vor, darunter zwei (deutsche) Schachspieler. Zum einen Marc Lang (46), der blind (!) gegen 46 sehende (!) Gegner gleichzeitig gespielt und dabei mit 25 Siegen, 19 Remisen und nur 2 Niederlagen einen neuen Weltrekord im Blindschachsimultan aufgestellt hatte. Nach 21 Stunden hatte der Letzte seiner Widersacher um sieben Uhr morgens gegen den noch ziemlich wachen "Blinden" aufgegeben.

Kein Wunder, dass Marc Lang bei neurowissenschaftlichen Untersuchungen an der Universität Graz mit seiner hohen "numerischen Intelligenz" hervorragend abschnitt und sein "Gyrus angularis" im Kernspin im Gegensatz zu Amateuren besonders effizient ist – man will solche Leistungen ja gern dingfest machen. Sie bleiben trotzdem unerklärlich.

Der andere "Geistesgigant" war das inzwischen 11-jährige Wunderkind Vincent Keymer, der sogar schon einige Großmeister besiegt hat. Und trotzdem erfrischend natürlich und kein bisschen "vergeistigt" ist, wie ich bei den Dreharbeiten als Kommentator beobachten konnte. Beispielsweise beim Fangen spielen. Unmittelbar zuvor hatte Vincent in Berlin den Ex-Weltmeister Garry Kasparow getroffen, der danach höchst beeindruckt war und ihm den Aufstieg in die Weltspitze zutraut.

Kasparow gab Vincent unter anderem diese Studie zum Lösen. Wie gewinnt Weiß? Grinsen Sie bei der verblüffenden Lösung auch wie Vincent vor diebischem Vergnügen?

Lösung Nr. 14:

Mit welcher Kombination konnte der "übel gefesselte" Weiße sogar gewinnen?

Nach 1.La3! Txb1 2.Dh6+! Kxh6 hatte Weiß schon Dame und Turm geopfert, um jetzt aber mit 3.Lf8+ Kh5 4.Le2+ Kg5 5.h4 mattzusetzen – ein kleiner Bauer gab dem König den Gnadenstoß!