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Was kann schon Schlimmes mit Wasser passieren, das man zum zweiten Mal kocht? Vergiftet es den Kaffee oder Tee? Verdirbt es den Geschmack? Rein chemisch passiert beim Kochen von Wasser nicht viel, was dem Konsumenten Sorgen machen müsste: Gelöste Gase wie Sauerstoff und Kohlendioxid werden entfernt. Und ein Teil des gelösten Kalks fällt aus und setzt sich am Boden des Kochgefäßes ab. Wohlgemerkt, das passiert schon beim ersten Kochen – danach tut sich nicht mehr viel, egal, ob man das Wasser zweimal, dreimal oder zehnmal kocht.

Trotzdem steht oft in der Anleitung von Wasserkochern, man solle kein Restwasser benutzen, das sich im Gerät befindet. Dabei geht es aber um Schadstoffe, die beim langen Stehen vom Gerät ins Wasser übergehen können. Zu nennen sind hier besonders zwei Stoffe: Kocher aus Edelstahl können Spuren von Nickel ans Wasser abgeben, auf das manche Menschen allergisch reagieren. Ist der Wasserkocher aus Kunststoff, dann wurden oft Substanzen wie Bisphenol A (BPA) im Wasser gefunden, das im Verdacht steht, in den Hormonhaushalt des Menschen einzugreifen.

Nachdem aber einige Wasserkocher schlechte Umweltnoten bekommen hatten, scheinen die Hersteller nachgebessert zu haben: Auch nach 24-stündiger Standzeit fand die Stiftung Warentest 2013 in keinem der 18 untersuchten Geräte Schadstoffspuren, die über den gesetzlichen Grenzwerten lagen. Alle bekamen mindestens ein "Befriedigend" in der Gesundheits-Kategorie.

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