Bald hocken sie wieder in den Schulen der Republik, die Abiturprüflinge, und brüten über Graphen, Interpretationen und Übersetzungen. Alles wie gehabt. Neu ist aber: Immer öfter findet sich dabei eine Schülerspezies, die früher als Ausnahmeerscheinung galt: die 1,0-Abiturienten. Der Deutsche Philologenverband sprach im vergangenen Jahr gar von einer Inflation der Bestnoten.

Es ist nicht lange her, da galten deutsche Schüler als Pisa-Versager. Und nun sollen sie Vorzeigeschüler sein? Sind sie also schlauer geworden? Oder die Prüfungen einfacher? Und wie viel ist die Bestnote noch wert, wenn sie immer häufiger vergeben wird?