Im Verein mit Winnetou, Odysseus und Robinson Crusoe gehörte er zu den Helden meiner Jugend. Heute ist er ein Idol a. D. mit braunen Flecken. Begonnen hatte seine Karriere mit Erfolgen in Disziplinen wie Skifahren, Golf und Handball. Als Erster bezwang der Lehrer mit drei Gefährten eine berüchtigte Mordwand und ließ sich dafür an höchster Stelle feiern. Ein Jahr später beteiligte er sich an einer Expedition, die eine neue Route auf einen pompös "Schicksalsberg der Deutschen" genannten Eisriesen erkundete. Auf dem Rückweg vom Kriegsausbruch überrascht, wurden die Teilnehmer interniert. Viermal brach er aus und wurde wieder geschnappt, beim fünften Mal gelang ihm mit sechs Gefährten die Flucht. Sagenhafte 2.000 Kilometer marschierte er durch ein wildes Gebirge und überwand mehr als 50 hohe Pässe, bevor er mit einem Begleiter in der Hauptstadt eines Feudalreichs eintraf. Sprachgewandt und wissbegierig schlug er sich als Übersetzer, Fotograf und Englischlehrer durch. Schließlich gewann er die Freundschaft des Oberhaupts und weckte seine Leidenschaft für die Fotografie. Nach der Rückkehr in seine Heimat nahm er an weiteren Expeditionen teil, widmete sich jedoch vor allem dem Schreiben. In 20 Büchern, darunter einem Millionen-Seller, und in einer Fernsehserie kündete er von seinen Taten. Spät fiel ein hässlicher Schatten auf ihn: Ein Journalist deckte seine frühen Bindungen an ein Terrorregime auf. Widerstrebend gab er Mitgliedschaften zu und entschuldigte sie als "jugendliche Dummheit" und "Verirrung". Wer war’s?

Lösung aus Nr. 18:

Piet Oudolf, geb. 1944 in Haarlem, Holland, gilt als der "Rockstar unter den Gartendesignern". In New York gestaltete er im Battery Park die Gardens of Remembrance für die 9/11-Opfer und den High Line Park. Seine Frau Anja leitete viele Jahre die Gärtnerei in Hummelo