Wer sichergehen will, dass der vor ihm liegende Tag zumindest die Möglichkeit bekommt, einigermaßen strukturiert und effektiv zu werden, schreibt gern To-do-Listen, die er dann Stück für Stück abarbeiten kann, während er sich durch schwungvolles Abhaken und Durchstreichen ein Dokument schafft, das ihm am Abend schwarz auf weiß attestiert, dass er ein fleißiger, sorgfältiger, organisierter und erfolgreicher Turbomensch ist, der die Zeit nicht einfach nur verstreichen lässt, sondern sinnvoll nutzt, ein Gefühl, das süchtig machen kann, was im Extremfall dazu führt, dass man sich merkwürdige Selbstbetrügereien aneignet und dann beispielsweise damit beginnt, Aufgaben aufzulisten, die 1) längst erledigt, 2) in Sekunden bewältigt, 3) lebensnotwendig sind, wie etwa Essen, Schlafen oder Atmen