Für weitere Artikel zur Serie "Stimmt's?" klicken Sie auf dieses Bild. © Jeff J. Mitchell/Getty Images

Ein amerikanischer Kartoffel-Lobbyist hat sich einmal zwei Monate lang nur von Kartoffeln ernährt und dabei keine Mangelerscheinungen gezeigt. Die Knollen sind zweifellos ein gesundes Nahrungsmittel, enthalten neben Kohlenhydraten ein bisschen Eiweiß, viele Mineralien und auch erstaunlich viel Vitamin C. Die konkrete Menge hängt davon ab, wie lange die Kartoffeln gelagert wurden und wie sie zubereitet werden.

Beim Frittieren überleben auch relativ viele Vitamine in den Pommes. Mehr als beim Kochen, da werden die Kartoffeln eher ausgelaugt. In 100 Gramm fertigen Fritten sind laut Nährwerttabellen bis zu 17 Milligramm Vitamin C enthalten. Ein Erwachsener braucht laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung etwa 100 Milligramm Vitamin C pro Tag. Diesen Bedarf kann er also decken, indem er 600 Gramm Pommes frites vertilgt – das sind vier Mal täglich große Pommes, die Portionsgröße, die eine allgegenwärtige Fast-Food-Kette anbietet.

Laut Nährwerttabelle würde er damit aber auch 90 Gramm Fett und 1800 Kilokalorien zu sich nehmen, fast schon den Tagesenergiebedarf eines bewegungsarmen Durchschnittsmenschen. Überleben kann man mit Fritten sicherlich, besonders gesund ist es nicht. Es gibt eine Alternative: Über im Ofen gebackene Kartoffeln nimmt man die gleiche Vitamindosis zu sich, aber praktisch kein Fett und auch keine womöglich schädlichen Nitrosamine, die in der Fritteuse entstehen können.

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