Legendär war anno 1980 die Aussage des damaligen Audi-Chefentwicklers Ferdinand Piëch bei der Vorstellung des Audi quattro: "Der Allradantrieb wird bald nicht mehr kosten als ein Satz Winterreifen." Das blieb bis heute Wunschdenken. An der Erfolgsgeschichte des Quattro änderte das wenig, die Konkurrenz zog schnell nach. Grundsätzlich verbessert Allradantrieb die Traktion auf glatten Straßen und losem Untergrund. Auch wenn öfter ein Anhänger gezogen werden muss, empfiehlt er sich. Außerdem verbessert Allradantrieb – auch 4WD, 4x4, 4matic oder xDrive genannt – die Fahrstabilität; das Kurvenverhalten wird neutraler, die Seitenwindempfindlichkeit geringer. Bei sogenannten 4WD-Personenwagen hat sich der permanente Allradantrieb durchgesetzt. Er verteilt die Antriebskräfte über Kupplungssysteme stets auf die Räder, die gerade den besseren Bodenkontakt haben. Doch Vorsicht: Beim Bremsen verhält sich ein Allradler wie ein ganz normales Auto.