Wie die Rheinische Post berichtet, steht in Nordrhein-Westfalen der Ausbruch einer Revolution unmittelbar bevor. Rädelsführer des kommenden Aufstandes sind zahlreiche Polizeiobermeister, die gegen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft Sturm laufen. Frau Kraft hatte angeordnet, sämtliche VW-Passat-Lügendiesel gegen 1.800 ehrliche bayerische Polizei-BMW auszutauschen. Der Schritt kam überraschend. Seitdem der Dortmunder Fußballprofi Mario Götze bei Bayern München nur noch auf der Bank sitzt, gelten die Beziehungen zwischen Herrn Seehofer und Frau Kraft als angespannt.

Bei der feierlichen Übergabe der ersten BMW-Polizeiautos vom Typ 318d kam es nun zum Eklat. Revolutionäre Polizisten weigerten sich, in die Streifenwagen einzusteigen, und forderten ihre Kollegen massenhaft zum Widerstand auf. Laut Rheinischer Post riefen sie: "Dieses Fahrzeug ist für den Streifendienst völlig ungeeignet." Im Kofferraum fänden weder Helme noch Überziehwesten einen Platz und müssten im Fond abgelegt werden, also dort, wo sonst verhaftete Linksradikale und Bankmanager untergebracht werden. Ein Ärgernis, schreibt die Rheinische Post, sei auch das Scheibenwischerintervall. "Entweder ist es zu schnell, oder es ist zu langsam." Zudem falle "der Funk ständig aus, weil sich der Verteiler im Fußraum des Beifahrers befindet und sich dieser ständig daran stößt". Kritik gibt es auch am Türfach. Es sei für die Maschinenpistole zu klein, weshalb die Waffe bei Bedarf nicht schnell genug gezogen werden könne.

Die Vorwürfe wiegen schwer, doch es gibt eine Lösung. Wir schlagen vor, den Scheibenwischer künftig erst gar nicht zu betätigen, denn ein ausgeschalteter Scheibenwischer kann weder zu langsam noch zu schnell sein. Für Funkgerät, Maschinenpistole und Schutzwesten empfiehlt sich ein Zusatzanhänger mit eigenem Blaulicht. Bei Verfolgungsfahrten ist die Höchstgeschwindigkeit allerdings auf 80 Stundenkilometer begrenzt. Einsätze bei Regen müssen im Langsamfahrmodus absolviert werden, was sich wegen des ausgeschalteten Scheibenwischers ohnehin empfiehlt. Der Rest ist unproblematisch. Im Fall eines Spontaneinsatzes etwa auf der Kölner Domplatte springen die Beamten aus ihrem Fahrzeug und öffnen mit einem bereitgehaltenen Vierkantschlüssel das Klappverdeck des mitgeführten Polizeianhängers. Sie schalten das Funkgerät ein und nehmen Kontakt zur Zentrale auf. Nach Entnahme der Schusswaffen wird das Verdeck fachgerecht verriegelt und der Vierkantschlüssel im Türfach abgelegt. Der Einsatz beginnt.