Den Begriff Quereinsteiger darf man bei ihm mit dem Wörtchen notorisch ergänzen. Mindestens fünfmal hat er sich beruflich neu erfunden und wäre damit wohl ein Albtraum für jene Personalchefs, die auf Zielstrebigkeit setzen. Für ihn aber hat sich jeder Seitenweg als Glücksfall entpuppt, besitzt er doch heute einen Bauchladen voller Erfahrungen, aus dem er schöpfen kann.

Angefangen hat er als modeaffiner Handwerker ("Ich wollte das unheimlich gerne können"), landete im Verkauf, wechselte dort von der Soft- zur Hardware und später ins Transportgewerbe, von da aus als Hobbyautor ins Buchregal und dann auf die Bühne. Maximal zwanzig Zuschauer kamen damals, inzwischen sind es viele, längst kennt man ihn aus dem Fernsehen. Manchmal staunt er selber noch, dass er so erfolgreich ist mit dem, was er jetzt macht: schreiben, erzählen, vorlesen. Er hat da eine ganz eigene Kunstform entwickelt, bizarr, schräg und doch nah an der Realität. Sein Talent: das Komische im Alltag sehen, etwas Kleines daraus stricken und das "zu etwas Großem aufblasen".

Apropos, den Umgang mit Wolle hat er in der Nähwerkstatt natürlich auch erlernt. Ein bestimmtes Kleidungsstück gehört deshalb zu seinen Markenzeichen wie die sonore Stimme und echte Bodenständigkeit. Seiner nicht unbedingt als lieblich bekannten Geburtsstadt ist er bei allen beruflichen Experimenten treu geblieben: "Ich habe ein Haus und einen Garten und einen Teich, und in dem Teich ist eine Schildkröte. Das alles sind Argumente ... Und hier kenne ich die Leute." Wer ist’s?

Lösung aus Nr. 21:

Pharaonin Nofretete (gest. um 1338 v. Chr.) war Frau des Pharao Amenophis IV., der den Kult des Sonnengottes Aton einführte, sich Echnaton nannte und die Hauptstadt Achet-Aton bauen ließ. Ihre Büste aus der Werkstatt des Thutmosis diente wahrscheinlich als Lehrstück