Gibt was zu feiern. In keinem anderen Bundesland, fand die Axa-Versicherung heraus, machen sich Erwerbstätige so wenig Sorgen um die Rente wie in Hamburg.

Die Hamburger haben bundesweit am wenigsten Angst, nicht mehr gebraucht zu werden. Sie freuen sich besonders darauf, in hohem Alter viel verreisen zu können. Und sie erwarten eine Erbschaft, die ihnen finanziell helfen wird.

Das muss doch gefeiert werden! Denkt sich die Versicherung und bittet die bekannteste Oldie-Band der Stadt, die "Ton Steine Erben", einen Tusch zu proben.

Die Bandmitglieder treffen sich in ihrem Probenraum in Barmbek-Süd: Sänger Axal Reiser, Gitarrist Dieter Provinzial und Schlagzeuger Heinz Huk-Coburg (sein Vater hieß Huk, seine Mutter war eine Prinzessin von Sachsen-Coburg-Saalfeld, sie wollte unbedingt ihren Mittelnamen behalten).

"Okay, dann lasst uns mal losreimen", sagt Sänger und Songschreiber Axal Reiser und legt los:

"Auf der Aida / da liegt ein Mieder."

"Ey, so können wir doch nicht anfangen!", brüllt Huk-Coburg, "das ist sexistisch!"

"Okay, okay, dann ganz was anderes, neuer Versuch", sagt Axal Reiser.

"Wir sind die größten Erben / dafür sollten wir werben."

"Kann man das bringen?", fragt Provinzial. "Ist vielleicht etwas selbstverliebt, oder nicht?"

"Okay, nächster Versuch", sagt Axal Reiser.

"Wir sind so tolle Erben / das wissen sogar die Serben."

"Schon besser", brüllt Huk-Coburg. "Weiter, feel the beat!"

"Wir sind so tolle Erben / das wissen sogar die Serben. Wir rennen mal in die Scherben / aber sicher nicht ins Verderben. Wir wollen hier nichts schönfärben / aber wir verwenden die besten Verben. Wir haben in unserem Lebensbaum keine Kerben / weil wir sicherlich später sterben."

Das Schlagzeug setzt ein, die Gitarre schräbbelt, und dann brüllen Provinzial und Huk-Coburg: "ohhhh yeeeeeeah!"