"Schach ist toll!" – "Schach macht Spaß!" In etlichen Grundschulen Münchens mit hohem Migrantenanteil gehört Schach inzwischen zum Schulalltag, neben dem brotZeit-Projekt von Uschi Glas quasi die geistige Nahrung. Dorothea Wilhelm, Rektorin der Grundschule an der Burmesterstraße, meint zum Schachtraining: "Die Kinder sagen nicht nur unisono, dass es die beiden schönsten Stunden der Woche sind, sondern sie profitieren auch kognitiv und emotional ungemein." Als Kollateralnutzen werden sogar die Schulleistungen besser. All dies ermöglicht die Münchener Schachstiftung, die mit ihren Kursen aber auch zu Behinderteneinrichtungen wie der Pfennigparade, zu Flüchtlingsprojekten wie der SchlaU-Schule, zur Autismus Initiative und in Altenzentren geht.

Schach wird auf der ganzen Welt gespielt – Herkunft und Sprache, Alter und Geschlecht sind nicht wichtig. Gründer und Motor der Münchener Schachstiftung ist der Immobilienunternehmer Roman Krulich, selbst ein starker und begeisterter Schachspieler, der mit seinem Verein Zugzwang gerade sogar in die 1. Bundesliga aufgestiegen ist. Lernt man dort, sich aus einem unangenehmen Zugzwang zu befreien oder umgekehrt die Gegner in einen solchen zu bringen?! Das Silberpokalturnier 2015 in Bad Aibling entschied er jedenfalls für sich. Und wie konnte er im selben Jahr beim 18. Jungsenioren-Schach-Open Bad Griesbach als Weißer am Zug gegen Borys Bilyavskyy mit einer schönen Kombination gewinnen?

Lösung aus Nr. 26:

Welche "Bombe" setzte den scheinbar bestens abgeschirmten schwarzen König in zwei Zügen matt?

Nach 1.Dxe5+!, einem Damenopfer "aus dem Nichts", gab Schwarz auf, weil nach 1...Kxe5 2.Lb2+! den schwarzen Monarchen mitten auf dem Brett matt setzt