Das Schöne am Dasein als journalistischer Generaldilettant ist ja, dass man ständig etwas lernt, das man sofort wieder vergessen darf. Zu Wochenbeginn lernte ich bei der Sommerreise von Sigmar Gabriel gleich fünf Dinge: 1.) An der Rostocker Uni gibt es einen Lehrstuhl für Kolbenmaschinen und Verbrennungsmotoren. 2.) Dort erforscht man innovative Brennverfahrenskonzepte für emissionsarme Schiffsmotoren. 3.) Der Begriff "Leistungsbremse" gehört der SPD nicht allein. 4.) Die Kernerkenntnis am Lehrstuhl lautet: Berücksichtigt man den CH₄-Schlupf mit Faktor 23 gegenüber CO₂ bei der Treibhauswirkung, ist die Realisierung der IMO-Tier-III-Grenzwerte ohne weitere Abgasnachbehandlung möglich, sofern die Viskosität der Frequenzumrichterschränke weder durch Schwefelwäsche der Partikelfilter noch durch NOX-Emission beeinträchtigt wird – es sei denn, der Stockpunkt einer SOFC-Brennstoffzelle entkoppelt sich bei der Entstickung durch Harnstoff-SCR vom Aschegehalt der Dieseleinspritzung einer Schiffsapplikation, sodass Gabriel keine 10 PPN auf die Straße bringt. Oder so ähnlich. 5.) Beim nächsten Mal werde ich die Romanistik besuchen.