Die Afrikanische Riesenschnecke, so erfährt der aufmerksame Leser der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift Mensch & Tier, sei ein hervorragender Co-Therapeut für Menschen mit psychischen Problemen. Sogar hyperaktive Kinder, sagt eine Diplom-Psychologin und zertifizierte Fachkraft, kämen dank der Bedächtigkeit der Tiere zur Ruhe. Ein Vorteil der Riesenschnecken sei auch ihre Ungiftigkeit. Dass dies ausdrücklich erwähnt wird, irritiert und macht zugleich neugierig darauf, mit wessen Unterstützung Tiertherapeuten denn sonst so arbeiten. Ist es etwa Usus, phlegmatische Vierzehnjährige mit Königskobras auf Trab zu bringen? Treiben manche Psychologen Menschen mit Agoraphobie (der Angst vor offenen Plätzen) mit Taranteln aus dem Haus? Agiert irgendwo ein Kordon aus Feuerquallen am Beckenrand als Durchhaltehilfe für Wasserphobiker?