Studentinnen denken noch immer ganz anders als Studenten

Sie glauben an die Familie und daran, schnell einen Job zu finden: In einer Umfrage unter Studenten aus 27 deutschen Uni-Städten, in Auftrag gegeben von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst and Young (EY), geben sich die Studenten überwiegend zufrieden und optimistisch.

Nur 14 Prozent der 3.500 Befragten zeigten sich mit ihrer derzeitigen Situation unzufrieden. Vor zwei Jahren sagten das noch 20 Prozent. Sorgen machen sich die Studenten vor allem um die Krisen der Welt: 92 Prozent sagen dies – verglichen mit 74 Prozent im Jahr 2014.

Die Studie zeigt auch, wie zementiert Geschlechterunterschiede sind: Bei der Wahl des Studienfachs lassen sich vor allem Studentinnen oft von ihren Interessen und Hobbys leiten. Für Männer sind spätere Karrierechancen das wichtigste Auswahlkriterium. Von ihrem zukünftigen Arbeitgeber erwarten die männlichen Studenten ein Jahresgehalt von 41.000 Euro im Jahr, bei einer Wochenarbeitszeit von 35 bis 40 Stunden. Ihre Kommilitoninnen rechnen mit 3.000 Euro weniger. Bei der Wahl eines Arbeitgebers ist ein sicherer Job für Männer wie Frauen das wichtigste Kriterium. Bei Frauen folgt auf Platz zwei die Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Bei den Männern kommt dieser Punkt nicht einmal unter die Top 5.

26 Prozent der Studenten bezeichnen ihre Eltern als ihre Vorbilder. Nur vier Prozent nennen Forscher, drei Prozent Wissenschaftler als Vorbilder. Nach konkreten Namen gefragt, nennen die Studenten zuvörderst Unternehmer wie Steve Jobs oder Bill Gates. Angela Merkel schafft es als einzige Frau unter die Top 10 der prominenten Vorbilder. Auf Rang zehn der Liste steht der türkische Staatschef Erdoğan.