Eine Dienstanweisung im Landesbetrieb Erziehung und Beratung sorgt für Irritation unter den Mitarbeitern. Die sogenannte Erstberatungspauschale von 150 Euro für minderjährige unbegleitete Flüchtlinge sei ab sofort gestrichen, erfuhren die Angestellten Mitte August. Wenn junge Flüchtlinge den Rat eines Rechtsanwalts benötigen, kommt die Behörde in Zukunft also nicht mehr für die Kosten auf. "Sehr überrascht" seien sie gewesen, sagen Mitarbeiter, eine "merkwürdige Entscheidung" sei das – auch weil parallel die Pauschale für Klassenreisen auf 350 Euro erhöht worden sei, obwohl die wenigsten Schulausflüge so viel kosten.