Die Firma, die Juristen weltweit in Schrecken versetzt, sitzt in einem Berliner Hinterhof, direkt neben dem Checkpoint Charlie. Junge Menschen in Gruppenbüros mit verglasten Türen blicken konzentriert auf große Monitore. Durch die gekippten Fenster dringt der Lärm der Straße herein, es ist Mittagszeit in Berlin-Mitte.

Die Firma heißt Leverton, Micha-Manuel Bues ist ihr Geschäftsführer. Bues ist ein großer, blonder Mann. Er läuft mit schnellen Schritten durch die verzweigten Büroflure. "Wir wachsen so schnell, dass wir schon wieder neue Räume suchen", sagt er. Das rund 50-köpfige Team ist hier vor einem Jahr eingezogen. Leverton ist ein Legal-Tech-Start-up – ein Unternehmen, in dem Recht und Technologie verschmelzen. Heißt: Hier wird Software programmiert, mit der sich Rechtsfragen bearbeiten lassen. Für die Zukunft des Juristenberufes bedeutet das eine Revolution.