Vereinbarkeit ist toll. Als heute die Kinderbetreuung ausfiel, brauste meine Frau vom Job nach Hause, um unsere Töchter davon zu überzeugen, dass rasch eingekaufte Tomaten und Mozzarella mit dem Wunsch nach einer warmen Mahlzeit durchaus vereinbar seien. Als sie wieder zurückmusste, brauste ich heran, um mir von den lieben nicht mehr so Kleinen, immer noch hungrig, anzuhören, ein öder Strammer Max sei mit einer Ananasscheibe genauso unvereinbar wie ein vertrockneter Toast Hawaii mit einem Ei. Kurz darauf erwiesen sich dann noch die Lust auf einen Nachtisch, der Zwang, Vokabeln zu lernen und das Versprechen, noch Schlagzeug bzw. Geige zu üben, als unvereinbar mit den nahenden Kindernachrichten auf Kika – da musste ich an Christoph denken. Christoph ist vor drei Jahren aus dem Journalistenleben ausgestiegen und testet nun in der Provence, wie sich die viele Freizeit, die er hat, mit dem vielen Wein, den die Region bietet, so vereinbaren lässt, dass man davon leben kann. Ein Dasein nach dem Motto "Lieber stramm in der Provence als getoastet auf Hawaii" ist zwar auch was für mich. Aber nur, wenn Familie und Job damit vereinbar wären.