Achtlos wird man einen Stift nach der Lektüre dieses Bilderbuchs so schnell nicht mehr benutzen. Denn in den Briefen, die der Junge Duncan eines Tages von seinen Wachsmalern erhält, offenbart sich nicht nur viel Humor, sondern auch der Charakter einer jeden Farbe. Wie konnte man je annehmen, dass es dem Blau egal ist, bis zum Abbrechen Flüsse und Himmel zu malen? "Ich brauche eine Pause!", schreibt es. Und wieso ging man davon aus, dass Orange und Gelb damit klarkommen, um den Platz der Sonnenfarbe zu konkurrieren? Armer Duncan! Zum Glück ist er genauso ideenreich wie das Duo Daywalt/Jeffers, und die Welt sieht am Ende ganz anders aus.

Drew Daywalt/Oliver Jeffers: Der Streik der Farben Deutsch von Anna Schaub NordSüd Verlag 2016; 20 S., 15,99 €