Früher, als sich noch kein couchon für Niger interessierte, hieß Niger noch Niger. Jetzt, da es mit dem Fluchtursachenbekämpfungsbesuch von Angela Merkel auf der mentalen Landkarte der Deutschen erschienen ist, heißt Niger plötzlich Nischäähr. Das hängt damit zusammen, dass die Menschen in Nischäähr französisch sprechen und die Aufgeblasenen in Deutschland, die Nischäähr sagen, frankophoner klingen wollen, als sie sind. In aller Regel hört sich das eher bescheuert an. "Der Aufgeblasene" heißt auf Französisch übrigens Sarkozy und "eher bescheuert" Donalde Trümp.

Nischäähr ist nur der Anfang, Nischerij’a, Sierra Leonn , Mohri’tanni und die Koht Divoar werden bald folgen. Schließlich kennen die deutschen Sarkozys in ihrem Wahn, authentischer sein zu müssen als die Authentischen, längst keine Blutwurst mehr, sondern nur noch Boudin . Die AfD, so paradox ist die Welt, wehrt sich gegen die Frankophonisierung des Deutschen in Afrika mit etwas sehr Französischem: mit Verve. Ihre Anhänger sind ja jetzt schon so Donalde Trümp , dass sie glauben, die zentralafrikanische Republik läge mitten in Deutschland. So viel geistige Westsahara war noch nie.