Die Angestellten dieser Zeitung arbeiten seit September nicht mehr im Pressehaus, sondern im Helmut-Schmidt-Haus. Im Entrée steht eine Büste des früheren Bundeskanzlers und Herausgebers der ZEIT. Das ist schön, weil man an eine bedeutende Ära politischer und journalistischer Kultur erinnert wird.

Seit Oktober landen Reisende in Hamburg auf dem Helmut-Schmidt-Flughafen. Auch das ist gut, weil ein Airport, der nach einem großen Staatsmann benannt wurde, mehr Vertrauen einflößt als einer, der heißt wie ein mittelalterliches Küchenutensil (Tegel). Es gibt in Hamburg eine Helmut-Schmidt-Universität. Vom 7. November an gibt es ein Helmut-Schmidt-Auditorium der Bucerius Law School. Und irgendwann wird auch das Privathaus von Helmut Schmidt zugänglich sein, als eine Art Museum.

An dieser Stelle sei das legendäre Understatement des großen Hamburgers erwähnt. Die Umwidmung weiterer Infrastrukturbereiche bitte in Maßen. Schuhkauf in der Helmut-Schmidt-Passage? Eher nicht.