Die Londonerin Kate Tempest © Neil Gavin

Junges Talent

Kate Tempest: Let Them Eat Chaos (Fiction)
Die junge Britin versteht sich auf Shakespeare so gut wie auf Hip-Hop. Elektrisierende Songs. So kann sie weitermachen
(Christoph Dallach)

Whitney: Light Upon The Lake (Secretly Canadian)
Der beste Westcoast-Folk'n'Roll seit den Beach Boys, geschaffen von ein paar Chicagoer Slackern mit Falsett und Bläsern
(Jan Freitag)

Joey Purp: iiiDrops (Eigenveröffentlichung)
Versaut, verdrogt, versiert: Das beste Rap-Album des Jahres gelang einem Rookie aus Chicago, dessen größte Stärke der Spaß am gesprochenen Wort ist.
(Daniel Gerhardt)

Christina & Michelle Naughton: Visions (Warner)
Kluge Familienplanung führt hier zu Bach, Messiaen und Adams’ grandiosem "Hallelujah Junction"
(Wolfram Goertz)

Haiyti aka Robbery: Nightliner (bisher nur bei iTunes)
Falco, der klingt wie Nina Hagen, dazu Beats, dass die Gehärgänge zittern: die 25-jährige Rapperin Haiyti
(Daniel Haas)

Enescu/Dvořák/Schumann: Werke für Violine und Klavier Caroline Goulding, Danae Dörken (Ars Production)
So viel Klarheit, Klugheit und Spannung sind selten
(Volker Hagedorn)

Der junge koreanische Pianist Seong-Jin Cho © Harald Hoffmann/Deutsche Grammophon

Chopin: Piano Concerto No. 1, Seong-Jin Cho, London Symphony Orchestra, Gianandrea Noseda (DGG)
Der 21-jährige Koreaner ist Sieger im Chopin-Wettbewerb 2016 – zu Recht!
(Christine Lemke-Matwey)

Jamila Woods: HEAVN (Closed Sessions)
Die Stimme der Afroamerikanerin ist voller Soul. Kopf und Herz sind voller Protest. Ihr Hip-Hop ist Trost und Hoffnung
(Pinky Rose)

Angelika Niescier & Florian Weber: NYC Five (intakt)
Gleich zwei neue Talente an Saxofon und Klavier! New Yorker Jazz im Quintett, Musiker aus Polen und Osnabrück
(Ulrich Stock)

Yung Hurn: Krocha Tape (bisher nur hier)
Mit Anfang 20 hat er Deutschrap neu erfunden und Punk wiederbelebt. Vorbild: John Cage. Aber in krass
(Lars Weisbrod)

Car Seat Headrest: Teens of Denial (Matador)
Will Toledo aus Virginia hat mit kaum 24 schon ganze Plattenläden durchgehört und macht daraus eine ganz unweinerliche und witzige Power-Pop-Rock-Platte.
(Fabian Wolff)