Peter – ehemals Pete – Doherty ist jetzt erwachsener. © Clouds Hill

Gute Unterhaltung

Lemon Twigs: Do Hollywood (4AD)
Überkandidelte Popsongs von einem jungen Duo aus Long Island, das mit Softpop und Glamrock jongliert und zaubert
(Christoph Dallach)

Peter Doherty: The Hamburg Demonstrations (Clouds Hill)
Auf seinem Grundpegel Heroin feiert das fröhlichste Wrack des Britrock in Hamburg die Analogie
(Jan Freitag)

Blood Orange: Freetown Sound (Domino)
Sexy Nacht- und Protestmusik vom neuen Michael Jackson: Devonté Hynes bringt Black Lives Matter, Feminismus und Gottesfurcht zum Tanzen.
(Daniel Gerhardt)

Eva Mattes liest "Rapunzel" (Edition See-Igel)
Märchen mit klassischer Musik – die wunderbare Serie bietet auch diesmal die Brüder Grimm ohne jeden Grimm
(Wolfram Goertz)

Jacques Palminger: Spanky und seine Freunde (Staatsakt/Universal Music)
Easy Listening mit mild- grotesker Lyrik – bekiffter Ringelnatz mit dem Sound von Henry Mancini
(Daniel Haas)

Nils Frahm (rechts) und seine Band Nonkeen © Nonkeen

Orfeo chamán L’arpeggiata, Christina Pluhar, Ltg. (Erato/Warner)
Funkelnder Musiktheatermix aus Frühbarock und Ethno, taufrisch an der Kitschgrenze
(Volker Hagedorn)

Pretty Yende: A Journey Orchestra Sinfonica della RAI, Marco Armiliato (Sony)
Alles, was die Wundersopranistin aus Südafrika singt, klingt flaumfederleicht
(Christine Lemke-Matwey)

Deluxe: Stachelight (Chinese Man Records)
Der lateinamerikanische Hüftschwung im R'n'B-Funk dieses Sextetts aus Frankreich lässt jede Party vibrieren
(Pinky Rose)

Nonkeen: Oddments of the Gamble (R&S)
Herumtreiber-Jazz, der aus Berlin kommt und nirgendwohin will, mit Nils Frahm als Herantastenmann
(Ulrich Stock)

AnnenMayKantereit: Alles Nix Konkretes (Universal)
Alle haben auf den Wohlfühl-Poprock der Kölner Hype-Band geschimpft. Am Ende des Jahres tut Wohlfühl dann sehr gut
(Lars Weisbrod)

Anderson.Paak: Malibu (Empire)
Pop, Hip-Hop, R'n'B, ganz egal: Anderson.Paak macht alles auf einmal. Wenn "Sommerplatte" nicht so ein furchtbares Wort und das Album nicht schon im Januar erschienen wäre, Paak hätte einen richtigen Juli-Klassiker geschrieben.
(Fabian Wolff)