Mr. Hot (Off-Club)

ZEIT Hamburg: Was legen Sie auf?

Mr. Hot: Nur Vinyl, aber wechselnde Stile. Jeder Gast muss einmal am Abend mit dem Fuß tippen und sagen: "Geiler Song!" Mein Ziel: Die Gäste kommen wegen des Essens und bleiben wegen der Musik.

ZEIT Hamburg: Wie ist es, zum Essen statt zum Tanz zu spielen?

Mr. Hot: Anders als im Club muss man nicht sechs Stunden am Stück Gas geben. Die Herausforderung ist die Lautstärke. Die Gäste dürfen am Ende nicht sagen: "Gutes Essen, guter Service, war aber zu laut."

ZEIT Hamburg: Was ist ein guter Song zum Aperitif?

Mr. Hot: Smooth Operator von Sade – immer wieder schön.

ZEIT Hamburg: Und zum Hauptgang?

Mr. Hot: Depeche Mode. Jazzmatazz. Auch mal AC/DC. Kommt ganz auf den Abend an. Ich achte auf die Körpersprache der Gäste, die verrät sehr viel. Und bei ’nem Laden voller Mädels kannst du keinen Hardrock spielen, sondern Soul, Funk und Prince.

ZEIT Hamburg: Zum Dessert?

Mr. Hot: Kraftwerk, Tangerine Dream, Jean-Michel Jarre.

ZEIT Hamburg: Und um zu zeigen: Freunde, Zeit zu gehen?

Mr. Hot: Wenn die Leute durch sind, bring ich sie runter. Geht gut mit Blues: John Lee Hooker, Bo Diddley.

Leverkusenstr. 54 (Bahrenfeld). Mr. Hot spielt jeden Donnerstag, Freitag und Samstag ab 19 Uhr

DJane Ullchen (Fat Lenny’s)

Dieser Artikel stammt aus dem Hamburg-Teil der ZEIT Nr. 52 vom 15.12.2016. Sie finden diese Seiten jede Woche auch in der digitalen ZEIT.

ZEIT Hamburg: Was legen Sie auf?

DJane Ullchen: Handgemachte Musik: Powerpop, Punk, Indie.

ZEIT Hamburg: Wie ist es, zum Essen statt zum Tanz zu spielen?

DJane Ullchen: Wenn die Leute tanzen sollen, spielt man Hits. Beim Essen kann man auch B-Seiten auflegen.

ZEIT Hamburg: Wünschen sich die Gäste auch mal was?

DJane Ullchen: Nein, aber manchmal bedanken sie sich. Ich spiele viele ältere Songs, die früher nicht im Radio liefen und heute kaum noch von DJs aufgelegt werden. Viele freuen sich darüber, weil sie sie so lange nicht gehört haben.

ZEIT Hamburg: Ein guter Song zum Aperitif?

DJane Ullchen: Hm. Was Melodisches. Ben Kweller: It’s Magic.

ZEIT Hamburg: Zum Hauptgang?

DJane Ullchen: The Jam. Art School oder I’ve Changed My Address.

ZEIT Hamburg: Und als Rauswerfer?

DJane Ullchen: Petty Booka, I Wanna Be Your Girlfriend. Das ist ein Ramones-Cover, aber im Hawaii-Style mit Ukulele und Vogelzwitschern. Dazu kann man gut nach Hause gehen. Auch zu zweit.

ZEIT Hamburg: Essen Sie auch dort, wo Sie auflegen?

DJane Ullchen: Ich bin Vegetarierin, im Fat Lenny’s geht es eher um Fleisch. Aber es gibt auch was mit Tofu.

Bahrenfelder Str. 221 (Ottensen). Wechselnde DJs an Freitagen und Samstagen ab 21 Uhr