Alfred Dorfer © Peter Rigaud

Nach einem Jahr voll Wirrnis, Terror und Angst leuchtet ein kleines Licht der Hoffnung am Horizont. Österreich, jahrzehntelang ein Mauerblümchen der internationalen Politik, erhebt sich wieder zu alter Größe. Das verdanken wir der blauen Fraktion, die das Heft in die Hand nahm und zunächst Moskau einen Besuch abstattete. Dort klärte man die Russen über ihre strategischen Fehler auf, in aller Freundschaft natürlich. Und da der Name des Parteichefs, Strache, im Russischen so ähnlich klingt wie Angst, wurde das im Kreml als Zeichen verstanden, um begangene Fehler prompt und reumütig zu korrigieren. Nächste Station waren folgerichtig die USA. Dieser Besuch blieb, wie auf diplomatischem Parkett üblich, etwas im Dunklen. HC Angst hatte zunächst auf Facebook verlautbart, den Sicherheitsberater des designierten Präsidenten getroffen zu haben. Kurz darauf dementierte dies ein Sprecher des Teams im Trump Tower. Das ist ganz normales Geplänkel, um die Mission nicht zu gefährden. Typisch war dann die Reaktion der Freiheitlichen, die ein Dementi des Dementis aussandte. Zwar habe Strache niemanden persönlich getroffen, aber das auch nie behauptet. Alles Indizien für eine Mission von höchster Wichtigkeit. Wie erst jetzt aus gut informierten Kreisen bekannt wurde, besuchte eine blaue Delegation auch China, um das Reich der Mitte auf den Pfad der Demokratie zu führen. Zusätzlich wurde der "Islamische Staat" bei einer Blitzvisite von der Verwerflichkeit seines Vorgehens überzeugt. Erste Erfolge der freiheitlichen Bemühungen sind in Syrien bereits erkennbar. Das alles wird natürlich wieder dementiert werden. Jetzt begreifen wir, wie Dementi offenbar mit Demenz wortverwandt ist.