Gerade hat der Berliner AfD-Fraktionschef Georg Pazderski am Rednerpult im Preußischen Landtag den "Einzug der Scharia ins Rote Rathaus" beschworen, da öffnet sich links hinter ihm eine kleine Tür. Die frisch gekürte Staatssekretärin Sawsan Chebli tritt ein, 38 Jahre alt, SPD-Mitglied, Politologin und – vor allem – bekennende und praktizierende Muslimin. Alle starren die Frau an, derweil sie sich setzt und in ihr Handy tippt. Sie ist es, vor der Pazderski eben gewarnt hat. Sie ist gemeint, wenn der Publizist Hamed Abdel Samad vom "Trojanischen Pferd des Islamismus in der SPD" spricht und die Lokalpresse von "Nähe zur Muslimbruderschaft" im Berliner Senat schreibt. Wie gefährlich also ist Sawsan Chebli?
Sawsan Chebli: "Ich, eine Islamistin? Schauen Sie mich doch an!"
Wie nah steht die neue Berliner Staatssekretärin Sawsan Chebli dem politischen Islam? Eine Begegnung