Wenn die Bundeskanzlerin öffentlich eingesteht, "einigermaßen fassungslos" zu sein, muss etwas geschehen sein in der Welt. Denkt man. Und tatsächlich sind Angela Merkel diese Worte in der vorigen Woche über die Lippen gegangen. Aber der Grund ihres Ärgers war nicht Trump, der Brexit oder die CSU – sondern ein Ereignis, das eine nordostdeutsche Stadt in Wallung bringt. In Greifswald, in Merkels Bundestagswahlkreis, tobt ein erbitterter Streit: Die Ernst-Moritz-Arndt-Universität will sich ihres Namensgebers entledigen. Und sie, Angela Merkel, sei darüber eben "einigermaßen fassungslos".