Die meisten der Bands auf Mach’s Besser hingegen interpretieren die Sterne-Songs nicht völlig um, bürsten sie nicht gegen den Strich, sondern führen sie mit ihren eigenen Mitteln gewissenhaft auf. Das Scooter-Album war Kampnagel. Mach’s Besser ist Ernst-Deutsch-Theater. Das ist riskant: Es klingt einem schließlich immer auch das Original im Ohr, das durch werktreues Covern als beste aller möglichen Versionen bestätigt wird.

So fallen kleine Abweichungen als Fehler auf: Beim Song Depressionen aus der Hölle dreht Björn Beton (Fettes Brot) den im Original angelegten Disco-Funk stärker auf, fügt aber nichts Eigenes hinzu. Irrlicht ist mit seinem halluzinatorischen Text ein unheimliches Stück. Das Cover von Isolation Berlin leidet jedoch am sängerischen Overacting und Geschrei, das wohl einen psychotischen Anfall vortäuschen soll. Und Wenn dir St. Pauli auf den Geist fällt, ein schönes, melancholisches Lied, wird im Schrammelstil von Stereo Total leider zum Klamauk. Das klingt nicht nach Mut, sondern nach Unvermögen.

Andere Coverversionen gelingen, doch Mach’s Besser zeigt vor allem eines: Auch nach 25 Jahren sind Die Sterne nicht zu ersetzen.

Am 2. März spielen Die Sterne im Uebel & Gefährlich