Wir Saarländer haben jetzt einen Astronauten – Matthias Maurer aus St. Wendel! Zu uns zählt zwar schon ein DDR-Staatsratsvorsitzender, der nach Chile rübermachte (Honecker), ein SPD-Chef, der sich – das ist jetzt was für A-Leser – vom Acker machte (Lafontaine), Ein bisschen Frieden (Nicole), ein bisschen Gala (Heiko Maas) und ein Schreiber, der sich wöchentlich mit 24 Zeilen zufriedengeben mu..., äh, zufriedengibt (ich). Doch ein St. Wendeler, der nach den Sternen greift – das ist neu.

Für Saarländer, das muss man wissen, ist schon Hessen outer space – und auf Aliens treffen sie, wenn sie in Galaxien vordringen, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat, also in die Pfalz. Entsprechend brutal war das Esa-Auswahlverfahren für Maurer: Überlebenstraining, 48 Stunden Bad Bergzabern, ohne Schwenker und Ur-Pils, ohne "ei joh" und "heer uff" – und mit der Vorgabe, jeden Kontakt mit den außerirdischen Lebensformen vor Ort zu vermeiden. Maurer hat mit Bravour bestanden. Nun könnte man ihm mit Erich Honecker zurufen: Den Astronauten in seinem Lauf halten weder Ochs noch Esel auf. Doch wir halten’s eher mit Nicole: Flieg nicht so hoch, mein kleiner Freund.