Under Armour: Bei dem Namen hätte man sich ja schon was denken können. Wer sich "Unter der Rüstung" nennt, wird von pazifistischen Idealen wohl so weit entfernt sein wie Pinguine von der Sahara.

Den FC St. Pauli störte das nicht. Er präsentierte die Sportmarke mit dem martialischen Namen im Sommer 2015 als neuen Ausrüster und hat nun, tja, mit Entrüstung zu kämpfen. Denn in der vergangenen Woche meldete sich der Chef von Under Armour zu Wort und feierte ausgerechnet den Mann, der St.-Pauli-Fans noch übler aufstößt als der HSV, nämlich den Präsidenten der USA. Ein sehr leidenschaftlicher Mann sei Donald Trump, sagte Kevin Plank, und ein großer Gewinn.

Geht gar nicht! Der FC St. Pauli muss jetzt drastische Maßnahmen ergreifen, um die Anhänger zu besänftigen. Spieler sollten gänzlich auf Trikots verzichten. Stattdessen gehen sie vor dem Spiel zum Bodypainting, zum Beispiel zu Léonie Gené in Poppenbüttel (mit der S 1 direkt von der Reeperbahn aus zu erreichen), und lassen sich dort den Oberkörper braun färben.

Dann fahren sie zurück, laufen ins Stadion ein, spurten pausenlos über den Platz, weil ihnen im Stehen zu kalt ist, schießen Tor um Tor. Rennen in die Kurve, zu ihren Fans, die Fahnen schwenken, weißes Symbol auf schwarzem Grund.

Ein Totenkopf, hmm. Eine schwierige Sache, dieser Pazifismus.