Er wuchs unter den Fittichen seiner hochbegabten, aber religiös überspannten Mutter auf, die er als "heilige Kunstseele" verehrte. Unter ihrem Einfluss schrieb er Gedichte und veröffentlichte mit 21 einen Gedichtband, der freundlich aufgenommen wurde. Dann aber entdeckte er das ausschweifende Leben und brannte mit einer Prostituierten durch. Sie wurde die erste seiner allesamt moralisch anrüchigen vier Ehefrauen. Er schlug sich auf untergeordneten Posten durch und fand in einer Stadt, in der "alle Laster zügellos" waren, zu seiner Berufung: dem Theater. Am Anfang der langen Reihe seiner Werke steht ein Stück über den Untergang der Templer. Seine Dramen schickte er erfolglos an führende Theaterleute, die mit seiner Mischung aus wirkungsvollen Szenen, rätselhaften Figuren und krauser Symbolik nichts anzufangen wussten. Immerhin gelang ihm ein großer Erfolg mit einem Stück über Luther, in dem er den Reformator in einen kraftlosen, mystisch-visionären Heiligen verwandelte. Sogar den "Olympier" gewann er für sich: Der ließ sein Amazonenstück aufführen und zeigte sich beeindruckt von seinem bühnenwirksamen Schicksalsdrama, dem ersten in der deutschen Literatur. Nach Jahren des Hetzens "von Reu zu Gier, von Gier zu Reu" konvertierte er zum Katholizismus und widerrief zerknirscht Leben und Werk. Schließlich trat er als Prediger auf und unterhielt die gute Gesellschaft mit geistlicher Lyrik und einem Märtyrerdrama. Wer war’s?

Lösung aus Nr. 8:

Jerry Hall, geboren 1956 in Gonzales, Texas, war ein berühmtes Topmodel der siebziger Jahre. Seit 1977 war sie mit Mick Jagger liiert, seit 1990 verheiratet, das Paar bekam vier Kinder und ließ sich 1999 scheiden. Im März 2016 heiratete Jerry Hall den 25 Jahre älteren Medienmogul Rupert Murdoch